Warum Mitarbeiter kündigen?

9. Juni 2008 | Von Dr. Joachim Simen | Kategorie: Konfliktmanagement & Mediation, Wirtschaft & Unternehmen

Nach einer repräsentativen Umfrage der Berufsgenossenschaft “Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege” geben 63% der Befragten an, dass Ärger mit dem Chef für sie ein wichtiger Kündigungsgrund wäre. Weiter sind Mobbing (52%) und zu wenig Anerkennung (41%) Kündigungsgründe mit hoher Zustimmung. Weniger bedeutsam für eine Kündigung sind ein zu geringes Gehalt (395) oder eine zu eintönige Arbeit (36%).

Falls die Entscheidung über eine Kündigung ansteht, raten wir und die Berufsgenossenschaft zunächst ein gut vorbereitetes Gespräch unter vier Augen mit dem Vorgesetzten zu führen. Als Vorbereitung für ein solches Gespräch sollte man sich bewusst mit den persönlichen Zielen beschäftigen und weniger mit dem was einem am Chef stört. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Coachinggespräch, um die oft verborgenen Interessen strukturiert und klar herauszuarbeiten. Lassen sich die Probleme in einem Gespräch trotzdem nicht aus der Welt schaffen, kann auch eine neutrale Person vermitteln.

Die Entscheidung für oder gegen eine Kündigung ist von großer Tragweite und sollte auch einige Monate später noch als die Richtige beurteilt werden. Gerade deshalb sollte man diese Entscheidung mit einem neutralen Dritten (Coach oder MediatorIn) auf den Prüfstand stellen. Er unterstützt die Entscheidungsfindung durch passende Verfahren und arbeitet oft noch weitere Optionen heraus, auf die der Betroffene nicht selbst stösst.

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