Interview zum Bahnstreik – Bayern 1

20. November 2007 | Von Dr. Joachim Simen | Kategorie: Konfliktmanagement & Mediation, Wirtschaft & Unternehmen

Bahnstreik Der aktuelle Bahnstreik hat dem Thema Mediation eine erhöhte Aufmerksamkeit gebracht. Diverse Konfliktexperten und Mediatoren wurden bereits um Stellungnahmen und Empfehlungen gebeten. Nach meinem Kollegen Dr. Hansjörg Schwartz stand auch ich, Dr. Joachim Simen am vergangenen Freitag dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 1) wieder als Interviewgast zur Verfügung.

Auch wenn ich die Verhandlungssituation nur aus den Medien kenne, kann ich mir gut vorstellen, dass bei den Verhandlungen der Faktor “Mensch” zu wenig berücksichtigt wird. Gerade in einem so komplexen Streit, bei dem so viele wirtschaftliche und politische Faktoren und Interessengruppen mit hineinspielen, kann sich die Suche nach einer Lösung nicht alleine auf die fachlichen Aspekte beschränken.

In komplexen und unübersichtlichen Situationen entscheiden sich auch Manager vor allem aus dem “Bauch” heraus. Auch wenn sie das nicht unbedingt öffentlich zugeben möchten. Aus diesem Grund muss der Beziehungsebene zwischen den Beteiligten mindestens genau soviel Aufmerksamkeit gewidmet werden wie der Sachebene. Dazu müssen die Verhandlungsparteien ihre ganz persönlichen Interessen und Bedürfnisse formulieren können und diese gegenseitig anerkennen.

Dies kann auch durch eine ungewohnte und persönliche Gesprächsumgebung unterstützt werden. Es gibt viele Beispiele, bei denen wichtige und nachhaltige Entscheidungen außerhalb der Verhandlungsräume getroffen wurden. Gemeinsame Spaziergänge der Beteiligten haben die Weltpolitik vielleicht sogar mehr beeinflusst als alle Debatten in Sitzungssälen.

(Fotoquelle: siffer, photocase.de)

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  1. Kommentar zum Bahnstreit von Egger, Ulrich ” Wer zerrt die Kuh vom Eis? – Gedanken zur Schlichtung im deutschen Bahn-Streit .” als pdf unter http://www.eggerphilips.ch/images/stories/pdf/bahnstreit_2007.pdf

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