Die Zukunft der Mediation in Deutschland
11. Dezember 2007 | Von Dr. Joachim Simen | Kategorie: Konfliktmanagement & Mediation
Wir, Dr. Joachim Simen und Dr. Hansjörg Schwartz, sind auf dem Kongress “Zukunft der Mediation in Deutschland” vom 15. bis 16. Februar in Jena als Referenten und auf das Podium eingeladen. Ausgerichtet von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät werden wir explizit die nicht-juristische Seite vertreten. Wir erwarten eine spannende Veranstaltung und hoffen auf einen regen Austausch zwischen allen Referenten, Teilnehmern und Gästen.
Zielsetzung der Tagung
Die Rechtsdurchsetzung im kontradiktorischen Verfahren ist mit dem Prozessrisiko behaftet und verschärft in aller Regel den Konflikt. Doch trotz der längeren Verfahrensdauer und der höheren Kosten wird auch in Fällen, die sich für eine konsensuale Lösung eignen, der Gang zum Gericht bevorzugt. So ist etwa die Zahl der vor den Landgerichten geschlossenen Vergleiche höher als die Zahl der streitigen Urteile. Der Einsatz sog. Güterichter oder Richtermediatoren erhöht zwar die Vergleichsquote, vorzuziehen ist jedoch die Vermeidung unnötiger Prozesse. Die Mediation ist die am besten erforschte systematische Methode der außergerichtlichen Streitbeilegung. Die Tagung hat zum Ziel, über den aktuellen Forschungsstand zu informieren und konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis aufzuzeigen. Darüber hinaus werden Akzeptanzhindernisse und ökonomisch-berufsrechtliche Faktoren erörtert. Neue Impulse für eine effiziente Streitvermeidung sind in naher Zukunft durch den europäischen und den deutschen Gesetzgeber zu erwarten.
Die Tagung bietet die Möglichkeit, über diese Themen aus erster Hand unterrichtet zu werden. Sie richtet sich an Angehörige der rechtsberatenden Berufe und der Justiz, Sachverständige, Versicherungsjuristen sowie alle an Fragen des Konfliktmanagements Interessierte aus Wirtschaft, psycho-sozialen Berufsfeldern, Politik und Wissenschaft.
Mehr Informationen zur Tagung finden Sie hier.